Depot Vergleich und Trading: Anbieter

Geldanlage Vergleich: Rechner sorgen für Überblick

Günstig Handeln: Kriterien beim Brokervergleich

depot-beratungHandeln beim falschen Broker kann hunderte, im Extremfall sogar tausende Euro zu viel pro Jahr kosten. Anleger sollten ihr gewöhnliches Investmentverhalten analysieren und gezielt nach einem Broker mit geeigneter Gebührenstruktur suchen. Häufig erfordert das ein eingängiges Studium der Preisverzeichnisse.

Die Stiftung Warentest untersuchte im Frühjahr 2011 die Depotkonditionen von fast 40 Direkt- und Filialbanken anhand von Modellrechnungen für die Gesamtkosten aus pauschalen Depotführungsentgelten und Ordergebühren jeweils für große und kleine Depots. Das ernüchternde Ergebnis: Das teuerste Depot war um mehr als 10.000 Euro (!) teurer als das günstigste. Selbst wenn nur Direktbanken berücksichtigt wurden erstreckte sich die Spanne der jährlichen Gesamtkosten von 250 bis 5.921 Euro. Der wesentliche Teil der Kosten entfiel auf Ordergebühren.

Ordergebühren richtig vergleichen

Aktive Anleger mit mehr als einer Handvoll Transaktionen im Jahr müssen Broker primär depot-pruefennach den Entgelten für börsliche (und ggf. außerbörsliche) Orders auswählen. Die meisten Broker auf dem deutschen Markt verlangen keine pauschalen Ordergebühren, sondern setzen diese gemäß einer mehr oder minder umständlichen Formel zusammen.

Marktübliche Gebühren für Orders über Xetra werden z.B. nach folgendem Schema ermittelt, das sich den Preisverzeichnissen der Broker entnehmen lässt: „5,00 Euro Grundgebühr plus 0,25 Prozent des Auftragsvolumens (mindestens 3,00 Euro und höchstens 60,00 Euro) zzgl. 1,50 Euro Handelsplatzentgelt und ggf. Fremdspesen“.

Anleger müssen die Orderentgelte eines Brokers deshalb insbesondere im Hinblick auf die absehbare Größe der Orders und die absehbaren Handelsplätze prüfen. Werden vornehmlich kleinere Orders getätigt ist die Gebührenuntergrenze relevant, bei sehr großen Orders dagegen das Gebühren-Cap, das je nach Broker für deutsche Handelsplätze bei 10 bis 150 Euro angesetzt wird.

Auch wenn bei binären Optionen Brokern für den Handel keine Gebühren anfallen, so kann es versteckte Kosten geben. Lesen Sie daher unsere 5 Broker-Tipps für binäre Optionen Anfänger.

Kosten für Auslandsorders berücksichtigen

tagesgeld-lupeBei so bezeichneten „Handelsplatzentgelten“ handelt es sich nicht um externe Drittkosten, sondern einen gewöhnlichen Preisbestandteil im Einflussbereich des Brokers. Relevant ist dieser Gebührenposten vor allem für Anleger, die häufiger an ausländischen Börsenplätzen handeln: Statt 1,50 für Xetra-Orders werden an US-Börsen leicht 20,00 bis 50,00 Euro fällig – an exotischen Börsenplätzen in Übersee oder Fernost kann die Gebühr noch höher sein.

Es gibt einige weitere Gebührenposten, die die Depotführung verteuern können. So erheben viele Broker zusätzliche Entgelte für Orders, die mittels Telefon oder Fax erteilt werden. Marktüblich sind ca. 8,00 bis 15,00 Euro pro Order. Ebenfalls relevant sind Gebühren für postalisch zugesandte Kontoauszüge: Bei monatlichem Versand und 2,50 Euro Gebühr pro Auszug summieren sich die Kosten auf immerhin 30,00 Euro im Jahr.

Soll-und Habenzinsen

Ein Großteil der Anleger in Deutschland parkt dauerhaft oder vorübergehend Liquidität geldanlageauf Verrechnungs- oder Tagesgeldkonten. Ein weitaus geringerer Teil nimmt regelmäßig Wertpapierkredite in Anspruch. In beiden Fällen lohnt ein Blick auf die Zinspolitik eines Brokers: Hohe Zinsen für Guthaben und moderate Kreditzinsen können das Gesamtergebnis ebenfalls verbessern bzw. sehr ungünstige Zinskonditionen die Kosten der Depotführung erhöhen.

Werden regelmäßig derivative Finanzinstrumente wie Optionsscheine, Zertifikate oder Aktienanleihen gehandelt, kommt dem außerbörslichen Handelsangebot eine hervorgehobene Bedeutung zu. Vorteilhaft ist ein breites Angebot an Partnerschaften mit Emittenten ebenso wie regelmäßige Flat-Fee- und No-Fee-Aktionen in diesen Produkten.